„Schönheit liegt im Auge des Betrachters!“ – Auf diese Weise kann jede Immobilie ein kleiner Schatz sein. Die Perspektive macht’s! In Halle (Saale) gibt es viele Sehenswürdigkeiten. Die meisten von ihnen sind historische Gebäude. Die Stadt erlitt im Zweiten Weltkrieg deutlich weniger Schaden als andere Großstädte in Deutschland. Diesem Umstand verdankt Halle (Saale) nicht nur einen historischen Altstadtkern, sondern auch viele umliegende Kostbarkeiten. Gleichzeitig zeigt sich die Stadt höchstmodern mit zeitgenössischer Architektur.

 

Besondere Immobilien bestechen durch ihre Ästhetik, ihre Geschichte, aber auch durch ihre Funktionen. Man denke nur an die vielen historischen Bockwindmühlen oder Wassertürme. In Halle (Saale) gibt es die Wassertürme Nord, Süd und am Hauptbahnhof. Alle drei sind Wahrzeichen der Stadt und gehören zu den markantesten Bauwerken, die Halle (Saale) zu bieten hat. Die Wassertürme stehen exemplarisch dafür, wie wundervoll eine Immobilie ist, wenn Ästhetik, Geschichte und Funktion in Harmonie miteinander sind.

 

Straßenzüge

Im Kerngebiet von Halle gibt es viele so viele historische Gebäude, dass ganze Straßenzüge Denkmalbereiche sind. Hierzu gehören v. a. die Straßen An der Marienkirche, An der Moritzkirche, die Barfüßerstraße, die Große Märkerstraße und die Sternstraße. Die meisten dieser Gebäude sind grundlegend saniert. Wer mit einem interessierten Blick vorbeiläuft, kann hier und da architektonische Details erkennen. Das sind nicht nur Verzierungen an den Fassaden, sondern auch Reliefs oder historische Baustoffe. In den Straßen tobt das Stadtleben und so ist jedes dieser Häuser bei genauer Betrachtung eine kleine künstlerische Oase. Wer sich in aller Ruhe den schönen Straßenzügen der Saalestadt widmen möchte, sollte entweder abends oder an einem Sonntag durch die Stadt gehen.

 

Überblick über ausgewählte Straßenzüge mit Denkmalbereichen:

An der Marienkirche 1 bis 4

An der Moritzkirche 6 bis 8

Bechershof

Barfüßerstraße 6 bis 11, 13 bis 18, 20

Dachritzstraße 1 bis 13

Große Märkerstraße 1 bis 27

Hansering 1 bis 17

Sternstraße 1-14

 

Gasthöfe

Halle (Saale) hat ein angesagtes Nachtleben. Clubs, Cafés und Kneipen warten auf durstige Kehlen und hungrige Mägen. Neben exotischen Restaurants gibt es auch viele Traditionsgaststätten. In früheren Zeiten waren Gasthöfe noch viel häufiger als heute. Gleichwohl lassen sich noch einige Gebäude der traditionellen Höfe finden. Beispiele für ehemalige Gasthöfe sind:

Alter Markt 27,

Kaulenberg 1,

Kleine Klausstraße 3,

Leipziger Straße 76.

 

Die Traditionsgebäude sind meistens in ländlicher Bauweise errichtet. Gasthöfe hatten neben dem Wirtshaus und den Übernachtungsmöglichkeiten noch Abspannplätze für die Pferdekutschen und Innenhöfe. In Halle (Saale) gab es in der Oleariusstraße den Gasthof „Zu den drei Königen“. Dieser wurde schon 1730 erwähnt. Heute befindet sich dort das Gasthaus „Zum Schad“. Wer genau hinschaut, erkennt auch noch die historischen Spuren.

Übrigens: Der alte Markt war das ursprüngliche Stadtzentrum von Halle (Saale). Dort standen einst vier große Gasthöfe. Einer davon ist sogar ein Patrizierhaus der Renaissance: das Haus „Zu den drei Kronen“.

 

Kirchen

Halle (Saale) verfügt über sehr viele Kirchen. Manche davon sind schon sehr alt, andere sind deutlich jüngerer Bauart. Zu den bekanntesten Kirchen gehören die Moritzkirche, der Dom, die Marktkirche und die Konzerthalle St.-Ulrich-Kirche. Letztere wurde profaniert und dient seit 1976 als Raum für Musik und Darstellende Kunst. Die Kirchenlandschaft ist in der Saalestadt äußerst heterogen. Neben den beiden großen Konfessionen gibt es auch viele kleinere christliche Gemeinden. Die Kirchen imponieren als besondere Immobilien, weil sie im wahrsten Sinne überragend sind. Die Marktkirche hat gleich vier Türme, weil hier zwei Kirchen zusammengelegt wurden. Der Dom befindet sich neben der Residenz unweit der Saale und mitten in der Altstadt.

 

Fabriken und Industrie

Die Industrialisierung hat Halle (Saale) großflächig verändert. In rasendem Tempo wurden Fabriken, Arbeiterwohnungen und große Lagerflächen geschaffen. Auch wenn man heute von der einstigen Industriekultur nicht mehr viel sehen kann, so gibt es noch immer ein paar Monumente dieser aufblühenden und geschäftsträchtigen Zeit. Während einige Industriegebäude abgerissen wurden, bestehen andere als Ruinen weiter. Und wieder andere wurden grundlegend saniert und bieten u. a. luxuriösen Wohnraum. Eine Insider-Sehenswürdigkeit ist das Fabrikgelände von Gravo Druck in der Nähe vom Reileck. Der Industriebau gehört zwar einem Investor, der einen neuen Gebäudekomplex schaffen wollte. Aber bisher wurde nichts in diese Richtung getan. Das Gelände darf nicht betreten werden. Aber man bekommt eine Ahnung von der gewaltigen Aura der alten Druckerei, wenn man von der Straße hineinschaut. Die in Papierfabrik Kröllwitz und die Saline sind zwei weitere Monumente industrieller Kultur.

 

Überblick über ausgewählte Adressen historischer Fabrikgebäude:

Dachritzstraße 12

Domplatz 6

Kleine Märkerstraße 8

Mittelstraße 11, 12, 13

 

Theater

Eine der imposantesten Immobilien in Halle (Saale) ist das Opernhaus. Es wurde zwischen 1884 und 1886 nach dem Entwurf des Architekten Heinrich Seeling und des Ingeneurs Stumpf errichtet. Ausgangspunkt war ein Architektenwettbewerb. Damals war es eines der modernsten Theater in ganz Europa. Im Zweiten Weltkrieg nahm das Gebäude starken Schaden, wurde aber wiederaufgebaut und in der DDR als „Theater des Friedens“ betrieben. Besonders schön ist die Einbettung des Opernhauses in seine unmittelbare Umgebung. Ein großer Platz, ein Brunnen und eine große Blumenwiese zieren den Weg zu Kunst und Kultur.

Dort, wo heute das Neue Theater (NT) seinen Sitz hat,waren früher die sogenannten „Kaisersäle“. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1890 und ist ein viergeschossiges Wohn- und Geschäftshaus. In den 1920er Jahren erfolgte ein Fassadenumbau.

Das Thalia Theater war in der Kardinal-Albrecht-Straße angesiedelt. Das dortige Gebäude weist gegenwärtig große Schäden auf. Es hat aber kulturhistorisch eine hohe Bedeutung, denn der Bau geht auf eine Freimaurerloge zurück. In der Kardinal-Albrecht-Straße 6 war nämlich die Loge „Zu den fünf Türmen am Salzquell“ aktiv. An diesem Gebäude erkennt man einmal mehr die Harmonie zwischen Geschichte, Ästhetik und Funktion:

Dank der Spenden vieler Logenbrüder wurde der Logenpalast sehr schnell fertiggestellt und 1887 eingeweiht. Es folgte ein Anbau für einen „Meistersaal“ für den III. Grad der Logenhierarchie. Dann folgte ein weiterer Anbau 1925 für den IV. Grad, den sogenannten „Inneren Orient“.

 

Weitere besondere Immobilien

Die Saalestadt wartet mit mehreren Burgen und Schlössen auf. Neben der Moritzburg und der Burg Giebichenstein ist hier die Neue Residenz zu nennen. Darüber hinaus hat die Universität Halle-Wittenberg zahlreiche wunderschöne Gebäude im Besitz. Die Leopoldina verfügt direkt neben der Moritzburg über ein ehemaliges Freimaurergebäude (Logenhaus „Zu den drei Degen“). Nach einer ausgiebigen Sanierung erstrahlt das Gebäude der Deutsche Akademie der Naturforscher in einem hellen Weiß und ziert die Altstadt.

 

Natürlich sind die hier genannten Gebäude nur eine kleine Auswahl. Wer Interesse und Freude hat, kann die Stadt auf eigene Faust oder mit Stadtführungen erkunden und sich mit seinen ganz persönlichen besonderen Immobilien in Halle (Saale) vertraut machen.